Was versteht man unter dem „berechtigten Interesse“ des Auftraggebers und warum muss dies vorliegen, damit eine Detektei für mich tätig werden kann?
Die Freiheit jedes Einzelnen reicht in unserem Rechtsstaat immer genau bis an den Punkt, wo sie in die Rechte eines anderen einzugreifen beginnt. Das heißt in unserem Fall: Wenn Sie herausfinden möchten, womit sich Ihr Partner, Mitarbeiter oder Nachbar beschäftigt, müssen Sie ein sogenanntes „berechtigtes Interesse“ an entsprechenden Auskünften nachweisen – ein Interesse, das schwerer wiegt als das Recht des anderen auf seine Privatsphäre. Dazu reicht beispielsweise der Verdacht, dass Ihr Gegenüber ein bestimmtes persönliches, privates, geschäftliches, materielles oder ideelles Interesse verletzt – weshalb Sie den Nachweis brauchen, um Ihr Interesse zu verteidigen. Als Detektei sind wir verpflichtet, vor der Aufnahme von Ermittlungen eine entsprechende Einzelfallprüfung durchzuführen. Dies kann aber auf Wunsch sogar anonym über einen von Ihnen beauftragten Anwalt geschehen. Ihr Anwalt versichert uns dann das Vorliegen eines solchen berechtigten Interesses schriftlich. Reine Neugierde reicht zur Beauftragung von Ermittlungen gegen bestimmte Personen jedoch in keinem Fall aus – dies würde beispielsweise der gefährlichen Nachstellung durch Stalker Tür und Tor öffnen!